10 Gründe warum ich immer wieder einen Labrador wählen würde

Es gibt mehr als 250 verschiedene, gelistete Hunderassen laut dem VDH e.V. und doch komme ich selber immer wieder auf den Labrador (oder Labby) zurück.

Als Feya im Dezember 2014 relativ spontan in mein Leben trat, war es zu dem Zeitpunkt noch gar nicht sicher, ob es nicht doch ein Rauhaardackel, Beagel oder eine Deutsche Dogge werden sollte. Es entstand ein großes hin und her als ich mich auf verschiedenen Seiten informierte und doch blieb ich beim LCD e.V.  hängen.

Dort war Feya als „Nofall“ gelistet – „11 Monate alte schwarze Labrador Hündin“ in Oberhausen. Kurzerhand rief ich die Züchterin am 22.12. an und wir vereinbarten den ersten Termin am Folgetag.

Ich hätte niemals gedacht, dass tatsächlich Feya mit die beste Entscheidung meines Lebens werden würde. 

Aber diese 10 Gründe haben mich überzeugt, warum ich mich immer für den Labrador entscheiden würde:

1. Labbys sind körperbetonte Hunde

Zu eng? Zu nah? Eigentlich musst Du an den Küchenschrank unten links heran aber dein Labby liegt genau hinter Dir? Kommt Dir bekannt vor?

So umständlich es manchmal auch ist, ich habe mich in diesem körpernahen Kontakt verliebt. Feya und auch andere Labradore in unserer Umgebung lieben es nah bei einem zu sein – auch wenn sie manchmal zu vergessen scheinen, dass sie keine 3 kg, sondern 30 kg schwere große Hunde sind… Mir fällt in solchen Momenten immer dieses Bild ein:

Schaut Euch noch andere witzige Labrador-Bilder bei Pinterest an! @unterwegsmitfeya.com
Gefunden auf: pinterest @unterwegsmitfeya

 

2. Labradore wollen einem gefallen und sind dadurch extrem lernfähig

Kennt Ihr diesen Blick, der Euch sagt: „Mach was mit mir! Ich habe langeweile! Schau mich an und mach etwas tolles mit mir!“ ?

Feya beim üben2
Hier noch ganz jung mit ihrem Bruder labrador.pictoralfinn

 

Feya brachte ich von Anfang an bei, dass sie (und ich auch) Ruhephasen braucht. D.h. es gab und gibt aktive (Kopfarbeits-) Spiele zwischendurch und dann muss sie auch akzeptieren, dass ich meine Arbeit machen muss und sie ruht.

Das war quasi damit auch ihre Gewöhnung an das baldige Teilzeit-Bürohundeleben.

Auf Fachseiten wird der Labby gerne beschrieben mit „Will to please“ also den Wunsch gefallen zu wollen. Das kommt ganz praktisch bei der Hundeerziehung und so ist Feya sehr darauf bedacht auch für jedes kleine Leckerchen zu gefallen.

Sie lernt Tricks relativ schnell und geht neugierig in neue Situationen. Auch bei unserem alten Labrador war er bis ins hohe Alter von 11 Jahren stets gewillt etwas zu tun und das ist extrem schön, dass das Hund nicht zur Coachpotato wird.

Wie lernen Eure Hunde? Was für Tricks bringt Ihr Ihnen bei?

 

3. Labbys sind Jagdhunde die man auch super als Büro- und Familienhunde glücklich machen kann

Jagdhund? Ja, Jagdhund!

feya tierlieb

Auch wenn das gerne vergessen wird – der Labrador ist ein Jagdhund „nach dem Schuß“. In Großbritanien wurde er dazu gezüchtet die geschoßenen Enten aus dem Wasser zu holen und besonder auf das „weiche Maul“, welches das Federkleid und die Beute nicht beschädigen sollte, wurde großer Wert gelegt.

Im Vergleich zu einem Spürhund, wie einem Rauhaardackel, oder einem Rudeljäger wie dem Jack Russel Terrier oder dem Beagel, sind Labbys aber extrem entspannt von Natur aus bei Kannichen, Vögel und co. (es sei denn sie werden dahin sozialisiert, dass sie diese jagen dürfen).

Entsprechend entspannt ist es mit Feya im Büro oder wenn wir gemeinsam mit anderen Familien Campen – die „Dummy Ente“ apportieren ist super für sie. Da muss während der Mittagspause kein Hase in seinen Bau gejagt werden

4. Labradore sind apportierfreudig und werden nur langsam von Dummy und Ball müde

Wirf etwas! Ja los! Jetzt! Jetttzt!

feya beim apportieren

Wer kennt das nicht – diese Anspannung im Hund kurz bevor der Ball oder das Dummy geworfen wurde. Wie langweilig ich Spaziergänge finden würde, wenn es nichts zum Spielen gäbe.

Damit wird Feya auch glücklich, schließlich darf sie nicht nur „Zeitung lesen“ (also schnuppern wer vor ihr an dem Ort war), sondern auch zwischendurch sprinten, geduldig warten, den Beutel holen und abwechslung in ihrem Alltag kriegen – und ich natürlich auch 🙂

5. Labradore benötigen keine intensive Fellpflege 😉

Fellpflege ist das A und O – klar, sie ist aber auch lästig und nimmt viel Zeit in Anspruch.

Fellpflege

Seit ich das FURminator Fellpflege Tool habe ist es mit der Fellpflege ein klacks – klar, sie verliert weiterhin ihr Fell und ich komme an manchen Tagen nicht drum herum täglich zu saugen.

Aber im Vergleich zu Langhaarrassen und dank des „wasserabweisenden“ Fells ist sie nicht nur nach einem Schwimmgang schnell trocken, sondern 5 Minuten mit dem Fur-miinator 1-2 die Woche reichen völlig aus.

6. Labbys kann man super mit Leckerchen erziehen

„Mein Hund kommt für Leckerchen nicht. Und leider findet er Streicheleinheiten auch nicht so spannend um dann das Jagend zu lassen“

Feya beim üben
Feya sprang als Junghund schnell auf Baumstämme : hier erwartetet sie ein super Leckerchen von Labrador.pictoralfinns Herrchen

 

Das war der Kommentar einer zufälligen Spaziergangsbegegnung  und er brachte mich zum Nachdenken.

Es ist super easy mit Feya neue Dinge zu lernen, da sie nicht nur gerne lernt (wie in 2 oben beschrieben), sondern die Belohnung oben drauf super findet. Dabei ist es ihr egal, ob das Leckerchen aus Käse, Fleischwurst oder normalen Trockenfutter besteht. Hautsache es schmeckt!

 

7. Labradore können unfassbar gutmütige, geduldige und dabei doch aufgeweckte Hunde sein

5 Kinder geben Feya gleichzeitig 5 verschiedene Kommandos auf dem Camping Platz. Was macht sie? Sie schaut sich an wer das beste Leckerchen in der Hand hat und führt das Kommando aus 😉

Wenn ihnen nichts schlechtes zustößt und sie normal sozialiisert sind kann ihre Neugierde, Freundlichkeit und Aufgewecktheit kaum etwas stoppen. Und das ist toll! Nicht nur Kinderherzen erfreut es, sondern der Hund hat ebenso Freude an der Aufmerksamkeit und Zuneigung.

 

8. Labbys sind bewegungsfreudig ohne dass man täglich 2h Intensivsport betreiben muss

Schwimmen – Sprinten – Laufen – Fahrrad fahren

Feya und Wasser

Es gibt nichts, was der gesunde Labby nicht kann. Er könnte höchstens etwas nicht wollen – so wie Feya, die anfangs joggen ganz cool fand aber nach exakten 4 km keine Lust mehr hat.

Aber das ist ok.

Im Gegensatz zu unserem Dobermann, den wir vor Jahren hatten, ist Feya mit ausgiebigen Hunderunden zufrieden und sollte es mal nicht mit den km hinhalten, dann nimmt sie auch gerne ausgiebige Kopfarbeit.

Schwimmen zwischendurch schont übrigens Gelenke und baut eine tolle Muskulatur beim Hund auf. Gerade im Sommer ideal und an der Ruhr im Ruhrgebiet gibt es wunderbare Ecken!

9. Ein Labrador-Schwanz steht niemals still

Wedel wedel wedel wedel.

Feya beim Spielen mit Finn
Hier wieder beim Spielen mit Feyas Bruder Labrador.pictoralfinn

 

Es gibt kaum Momente in der Feyas Schwanz still bleibt. Im Sommer ist es ziemlich praktisch wenn der Ventilator ausfällt und Feya konstant beim Kraulen der richtigen Stellen mit ihrem Hintern wackelt (halber Scherz ;), aber es zeigt beim Labby auch genau was er gerade macht: ist er im Suchmodus? Freut er sich Menschen zu sehen? Sieht er SEINEN Menschen? Entspannt er einfach, weil er sich freut über die Situation?

10. Jede Minute, die der Labby ohne seinen Besitzer ist, werden 5mal so innig wieder begrüßt

feya wartet

Und es ist toll wie sich der Hund voller Freude auf einen stürzt und so jeder Person ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Euch fallen noch andere Rassen ein, bei denen diese Gründe zutreffen? Schreibt mir!

Klar hängen diese Eigenschaften auch stark von der Sozialisierung des Hundes ab – jede Rasse kann „scharf gemacht werden“ oder als totales antisoziales Tier enden.

Nichtsdestotrotz fiel mir nach meiner Tierheimarbeit, oder auch in den Hundeschulen und alltäglichen Begegnungen mit anderen Hunden auf, dass der Labrador am Ende sich doch ähnelt.

Nach meinen Erfahrungen kombiniert der Labrador genau diese in einem toll ausgewogenen Verhältnis – Feya beweist mir bei jedem Campingurlaub ihre Neugierde, ihr aufgewecktes und extrem freundliches Wesen, aber auch das körpernahe „aneinander rubbeln“ jeden morgen nach dem Aufstehen, da die 8 Stunden getrennte Nachtruhe einfach zu viel waren 😉

Fallen Euch noch mehr Gründe ein? Lasst es mich wissen! 

 

Wir freuen uns über jeden Kommentar, Email und Nachricht.

Feya & Nana

2 Gedanken zu &8222;10 Gründe warum ich immer wieder einen Labrador wählen würde&8220;

  1. Stimme dir weitestgehend zu, bis auf die Fellpflege. Als unser Labbi zu uns kam, war er völlig dreckig und – wie du es beschreibst – nur 1x/Woche 5 min mit einem Unterfellkamm gebürstet worden. Das Ergebnis war stumpfes, strohiges Fell, schwarze Finger nach jedem Streicheln und Haarverlust ohne Ende. Die meisten Haare, die nun auf dem Teppich lagen, stammten vom Labbi und nicht etwa von unserem langhaarigen Hund.
    Wir drehten die ganze Pflegeroutine bei ihm um und behandelten ihn so, wie wir es auch mit unserem Langhaarhund tun:
    regelmäßiges Bad (anfangs tatsächlich jeden zweiten Tag, um die ganze Dreckschicht runterzubekommen) und tägliches Bürsten mit dem Unterfellkamm, plus anschließender Massage per Hand (später ersetzt durch Bürsten gegen die Fellwuchsrichtung mit einer Naturhaarbürste)
    Ergebnis: Anfangs fiel weiterhin unglaublich viel Fell aus, das hatte sogar die Fellmenge von unserem Langhaarhund geschlagen. Das neue Fell war biegsamer, weicher und ein wenig länger. Bei der Rute konnte man nun die leichte Befederung sehen, dreckige Hände nach dem Streicheln gab es auch nicht mehr und jegliche Bewegung des Fells, ob im Kreis oder gegen den Strich, war nun problemlos möglich.
    Mittlerweile haben wir das Programm etwas angepasst, jetzt wird 1-2x/Woche gebürstet, bei Bedarf öfter, zB im Fellwechsel. Allerdings halten wir uns nicht mit 5 min mal eben über den Hund streichen auf, sondern investieren darin schon deutlich mehr Zeit, aber wiederum auch nicht mehr oder weniger als bei unserem langhaarigen Freund.
    Dass Labradore oder allgemein eher kurzhaarige Hunde weniger Fellpflege benötigen als langhaarige Hunde, kann ich nicht nachvollziehen. Sie sind schlichtweg genauso aufwendig. Als netter Nebeneffekt stärkt man mit einer ausgiebigen Fellpflege, die beiden Spaß macht, die Bindung zum Tier, es hält das Haarkleid geschmeidig und biegsam und je öfter der Hund gekämmt wird, desto weniger Fell fällt auf Dauer aus, sodass sich das tägliche Saugen aufgrund von Hundehaaren auch erübrigt. Während wir anfangs immer eine ganze Frühstückstüte voller Labbi-Haare hatten, reduzierte es sich mittlerweile auf eine Handvoll – auch hier genauso viel wie bei unserem Langhaarhund.

    1. Danke Roxanne, für Deinen ausführlichen Kommentar! 🙂
      Ich habe tatsächlich auch die Erfahrung gemacht, dass es den einen oder anderen Labby gibt, der eine ganz andere Fellstruktur hat als Feya. Wenn ihre braune Labradorhündin Lotti vorbei kommt ist es quasi so wie bei Dir beschrieben – egal wie viel ich bürste, gefühlt habe ich den gesamten Hund auf meinem Boden. Spannenderweise ist das Fell von der Struktur ganz anders als bei Feya – hier reichen bei mir tatsächlich die regelmäßigen 5 Minuten.

      Auch ist uns aufgefallen, dass Lotti viel länger nass bleibt nach dem Schwimmen als Feya – vielleicht ist das auch ein Indikator?

      Alles Liebe 🙂
      Nana mit Feya

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