4 Tipps, wenn ich Feya ins Büro mitnehme

Das Leben eines Bürohundes kann richtig schön sein.

Feya hatte ziemlich schnell verstanden, dass sie ihre Freiheit gut nutzen kann: Sie bewegt sich frei im Bürogebäude und hat ihre Lieblingsmenschen neben mir auch schon herausgefunden.

  • Da wäre die nette Sekretärin mit der tollen Schublade, in der Hundeleckerchen (von Kaustange über Schmakos und Sprotten) versteckt sind. Sobald wir in das Büro reinkommen geht sie schnurrstracks zur Dame hin, setzt sich brav vor die Schublade und wartet auf ihr Willkommensleckerchen.
  • Oder da wäre der coole Vertriebler, der immer einen Apfel dabei hat und ihr in der Mittagspause die Reste vom Apfel gibt.
  • Und da gibt es natürlich den besonders tolle Chef, der so gut wie immer ein Hundedöschen dabei hat und der in der Mittagspause es sich nicht nehmen lässt, Feya das Döschen zu geben.

 

Ehe ich mich versah, war Feya auch schon 2 kg schwerer.

Damit das Eurem Lieben nicht auch passiert, sind hier 5 Tipps, die Euch helfen Euren Bürohund optimal in Eurem Alltag zu integrieren:

1.Klärt das Fütterungsverhalten mit Euren Kollegen und Chef(s) vorab

Es gibt kaum etwas ärgerliches, als wenn sich der Hund an eine Futterrunde im Büro gewöhnt, sich Mensch und Tier über das Essenteilen freuen, der Hund aber nach kürzester Zeit 2kg+ auf den Rippen hat.

Um soetwas zu vermeiden macht es Sinn vorab mit allen Menschen im Büro zu sprechen, zu denen der Hund regelmäßig Kontakt haben wird. Nachdem ich merkte, dass Feya zugenommen hatte durch das Büro, unternahm ich folgende Schritte:

  • abklären von wem Feya alles Futter an den zwei Bürotagen bekommt
  • ihre Futterration entsprechend von mir an beiden Tagen senken
  • aufzupassen, dass nicht noch mehr dazu kommt

Eine andere Möglichkeit ist das Füttern zu unterbinden – da man aber in der Regel seine Augen nicht überall hat, kann es durchaus passieren, dass der Hund trotzdem von jemandem etwas zu fressen bekommt.

TIPP: Es macht daher Sinn auf die Atmosphäre zu achten und das Beste für Kollegen und Hund zu suchen 🙂

2. Stellt Euch eine abwechslungsreiche Mittagspausen Routine auf

Wie ich schon im ersten Blogpost zum Thema Bürohund beschrieben habe, holen Feya und ich das Beste aus 30 Minuten Mittagspause:

  • einen 20-minütigen Spaziergang
  • Kopfarbeit mit ein paar Kommandos und Leckerchen zur Belohnung
  • ggf. auch Dummyarbeit auf der Wiese der Firma
  • kurze Spieleinheit und Raufen

In der Zwischenzeit esse ich mein Mittagsessen, genieße die frische Luft und Bewegung mit Feya und freue mich, dass sie da ist.

Da es langsam wieder Richtung Herbst/Winter und eher schlechterem Wetter geht, kann sich die Routine auch dahin ändern:

  • 5 Minuten, damit Feya ihre Geschäfte erledigt
  • mehr Dummyarbeit im Büro/Flur
  • Suchspiele über zwei bis drei Büros verteilt, manchmal auch mit geruchslosem Leckerchen
  • weitere Kopfarbeit und Tricks üben

Tendenziell ziehen wir aber die frische Luft vor und es kann auch passieren, dass wir im triefenden Regen draußen unsere Runde gehen.

TIPP: immer ein Handtuch vor die Tür legen, damit man sich bei einem plötzlichen Regenguss nicht ärgert einen triefend nassen Hund durch das Firmengebäude zu nehmen 🙂

3. Nehmt abwechslungsreiche (geräusch- und geruchslose) Spielsachen mit

Feya liebt alle Spielsachen – sie bekam sogar einen Boxhandschuh geschenkt von einem Lieferanten, mit dem sie sich sehr gut versteht.

Tatsächlich gibt es kaum etwas schlimmeres für geruchsempfindsame, nicht Hunde-gewöhnte Menschen, als zum Beispiel natürliches Kauzeug (wie Rinderohren und co.). Da mich der Geruch nicht störte, nahm ich zu Anfang ein Schweineohr mit und gab es Feya zu kauen – sehr zum Leid meiner Kollegen.

Ein ähnliches Erlebnis hatten wir mit einer (liebgemeinten) Quietscheente, die Feya von einem Vertriebler bekam. Nach 2 Minuten Dauer-Beißen war es dem ein oder anderen zu viel.

Also gibt es im Büro eine Kauwurzel oder anderes, geräuschlose und gummierte Spielzeug, das Feya gerne nutzt und mit dem sie sich super alleine beschäftigt wenn sie nicht schläft.

TIPP: Feya hat spezielle Spielzeuge fürs Büro und andere, die es nur Zuhause (oder draußen) gibt. Somit freut sie sich nach einer längeren Wartezeit besonders auf ihr Spielzeug im Büro (insbesondere den Boxhandschuh!)

4. Lasst den Hund ruhig schlafen! Er muss nicht ständig beschäftigt werden.

 

Am Anfang war ich mir nicht sicher, wie ich mit Feya umgehen sollte – das rausgehen zwischendurch und in der MIttagspause war reguliert, aber wieviel sollte ich zwischendurch mit ihr spielen? Schließlich war ich auf der Arbeit und mein Fokus lag natürlich auf meinem Job und sollte nicht zur Nebensächlichkeit werden.

Auch war ich mir unsicher, wie ruhig Feya nun doch sein würde.

Aber ich merkte schnell, dass es Sinn macht ihr ihre Ruhepausen zu lassen und sie auch aktiv zum schlafen zu animieren. Wenn ich wusste, dass ich für eine längere Zeit sitzen würde um eine Sache zu erledigen, lege ich ihre Decke nahe zu mir und sie schläft meistens so lange, wie ich sitze.

Sobald ich auftstehe, würde sie wach werden und mit mir hingehen, wo immer ich hin müsste (auch gerne mit auf die Toilette, wobei sie draußen vor der Tür wartet – so weiß aber immer jeder, wer gerade hinter der Tür ist… ).

Mittlerweile hat sich Feya angewöhnt schnell nach einer Aktion in ihre Ruhephase zu kommen und kennt ihren Platz.

TIPP: ruhig zu Anfang auch den Hund daran gewöhnen, dass er sich selbst beschäftigen muss und die Wahl hat zur Ruhe zu kommen.

 

Habt Ihr noch mehr Erfahrung? Was macht Ihr mit Eurem Bürohund?

Wir freuen uns von Euch zu hören!

Nana mit Feya

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